02.04.2011 Vier Wettkämpfe - vier Siege

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Berichte - Wettkampfsport

 

Vier Wettkämpfe - vier Siege, und ein stolzer Coach Rainer Günther, so ein kurzes Resümee des vierten Wettkampfes der Kunstturnriege des Turngaus Pforzheim-Enz, die am vergangenen Samstag die KTG Heidelberg II mit 288,70 : 275,65 Punkten, und 8:4 Gerätepunkten besiegt hat.

Was das Team leiste sei schon aller Ehren Wert, so der Trainer, jeder setze sich für den anderen ein, und so mache das Kunstturnen auch richtig Spaß, weil sich die Turner als tolles Team präsentieren.

Ein Ausrufezeichen setzte einmal mehr Vincent Hiemer, der mit 79,90 Punkten nur knapp die magische 80-Punkte-Grenze nach dem Sechskampf am Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck verpasst hat, und viele Punkte in das Gesamtresultat einfließen lies. 

Mit 14,00 Punkten (Ausgangswert 4,8) am Boden und der gleichen Note am Sprung für einen Tsukahara gestreckt (Ausgangswert 4,6) zeigte Hiemer mehr als anspruchsvolle und elegant geturnte Kürübungen.

Moritz Ehrhardt war mit 75,30 Punkten zweitbester Sechskämpfer des Tages. Beide Kieselbronner Turner waren wie die Wochen zuvor die besten Oberligaturner aller Mannschaften.
Bereits nach dem Boden hatten die Pforzheimer die Führung inne, und sollten diese bis zum Ende des Wettkampfes nicht mehr nehmen lassen.

Stark am ersten Gerät präsentierte sich der 11-jährige Yannick Kessler mit 13,10 Punkten. Nachdem das Pauschenpferd beim Wettkampf in Haslach noch Grundlage für den Sieg war, verloren die Pforzheimer gegen Heidelberg diese Gerätewertung, und plötzlich betrug der Vorsprung nur noch 1,45 Punkte.

Doch an den Ringen sollte sich das Blatt wieder wenden, mit 6,05 mehr erturnten Punkten als der Gegner vergrößerte sich der Vorsprung vor der Pause auf beruhigende 142,25 : 134,75 Zähler. Entscheidend dazu beitragen konnten mit hohen 12-Punkte-Wertungen Timon Dolmetsch, Vincent Hiemer und Moritz Ehrhardt, der seine Übung mit einen Aserjan (Felge rückwärts gestreckt in den Kreuzhang) begann.

 

Timon Dolmetsch an den Ringen

 

Auch am Sprung präsentierten sich die Goldstadtturner souverän, sehr sauber über den Sprungtisch geturnte Übungen, mit im Schnitt maximal 1,35 Punkten Abzug für Haltungsfehler erfreuten das fachlich versierte Publikum.

Somit ging es beruhigt an den Barren, welcher ebenfalls knapp zugunsten der Pforzheimer gewertet wurde. Mit mehr als 13 Punkten Vorsprung lies dann am Königsgerät die Konzentration etwas nach, zwar überzeugte Vincent Hiemer nochmals mit 12,90 Punkten und dem für das Reck hohen Ausgangswert von 4,0 Punkten, dennoch gewannen die Heidelberger diese Gerätewertung, was aber für das Gesamtresultat nicht mehr ausschlaggebend war.

Besonders bemerkenswert ist, dass mit Moritz Ehrhardt, Benjamin Hiemer, Vincent Hiemer und Yannick Kessler vier Turner einen kompletten Sechskampf absolvierte, da dem Coach verletzungsbedingt nicht alle Athleten zur Verfügung standen.

Nun lastet auf den Schultern der Kunstturnriege des Turngaus Pforzheim-Enz die Favoritenrolle auf den Oberliga-Titel. Der fünfte Vorkampf führt die Pforzheimer am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr zum Tabellenzweiten TV Iffezheim, wo mit einem Sieg eine Vorentscheidung vor dem Ligaendkampf in Oberkirch, bei dem nochmals alle Mannschaften gegeneinander antreten werden, fallen kann.

An den Geräten waren aktiv: Timon Dolmetsch, Moritz Ehrhardt, Benjamin Hiemer, Vincent Hiemer (alle TV Kieselbronn), Urs Böhme (TSG Niefern), Yannick Kessler (KTV Straubenhardt).

Oberliga 4. Wettkampfwochenende Tabellenstand

  Punkte Geräte

TG Hanauerland I - TG Weil I

288,25

 : 

283,60

8

 : 

4

TG Pforzheim-Enz - KTG Heidelberg II 288,70

 : 

275,65 8

 : 

4
TV Iffezheim I - TV Haslach 283,50

 : 

276,30 6

 : 

6

 

 

Mannschaft

Wk.

Geräte

Punkte

1.

TG Pforzheim-Enz

4

38

8

2.

TV Iffezheim I

4 24 6

3.

TV Haslach

4 24 4

4.

TG Hanauerland I

4 22 4

5.

KTG Heidelberg II

4 24 2

6.

TG Weil I

4 12 0

 

Einzelwertung

1.

Hiemer, Vincent

TG Pforzheim-Enz

79,90

1.

Ehrhardt, Moritz

TG Pforzheim-Enz

75,30

3.

Mores. Daniel

KTG Heidelberg II

71,50