10.4.2011, Fünfter Sieg in Folge in der Oberliga
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Mit dem fünften Sieg der nun beendeten Vorrunde der Badischen Turn-Oberliga ist das Team des Turngaus Pforzheim-Enz am Sonntag nach Hause zurückgekehrt. Mit denkbar knappen 0,15 Punkten Vorsprung konnten die Turner von Übungsleiter Rainer Günther auch den engsten Verfolger auf den Titelgewinn mit 293,65 : 293,50 besiegen, und führen vor dem alles entscheidenden Ligafinale am kommenden Sonntag in Oberkirch die Tabelle mit soviel Vorsprung an, dass alles andere als die Titelverteidigung eine herbe Enttäuschung wäre, so der Coach.
Die Gegner hatten sich in den Vorkämpfen die Punkte gegenseitig weg genommen, von welchem Rainer Günthers Kunstturnriege profitiert hat. Mit nun 10 Punkten aus den Vorkämpfen vor den Verfolgern, TV Iffezheim... die alle nur 6 Zähler auf der Habenseite verbuchen konnten, und noch maximal beim Ligafinale zu vergebenden 5 Punkte, sollte der Titelverteidigung nichts mehr im Wege stehen.
Bevor der knappe Sieg aber in trockenen Tüchern war, erlebten die Zuschauer in Iffezheim einen an Spannung kaum zu überbietenden Wettkampf, sie sahen zwei nahezu auf gleichem Leistungsniveau turnende Teams, wobei die Pforzheimer mit nur 5 Turnern in die Rheinebene gereist waren, während für den TV Iffezheim insgesamt 10 Turner an den Geräten aktiv waren.
An den sechs olympischen Geräten entwickelte sich ein Zweikampf, und nach dem fünften Gerät, dem Barren, sah der Turngau Pforzheim-Enz mit 3,65 Punkten wieder der sichere Sieger aus, doch dann sollte infolge der verletzungsbedingt dünnen Personaldecke die letzte Übung des Tages die Entscheidung bringen, die auch die Turnexperten im Publikum nicht voraussagen konnten.

Benjamin Hiemer am Barren
Nach durchschnittlichen Leistungen am letzten Gerät Reck, war wieder einmal Vincent Hiemer mit 13,30 Punkten und einem Ausgangswert von 4,0 Punkten der Erfolgsgarant. Seine sehr gute Kür und für das Gesamtresultat so eminent wichtigen Punkte konnten die Iffezheimer trotz einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit vier Elferwertungen am Königsgerät nicht mehr neutralisieren.
Als Matchwinner bezeichnete Coach Günther aber seinen Turner Timon Dolmetsch. Was dieser trotz zweier geprellter Knie an Leistung habe abrufen können, sei unglaublich gewesen, gerade an seinem Spezialgerät Pauschenpferd sei er über sich hinaus gewachsen, dies bestätigten die Kampfrichter, die seine Übung mit 13,20 Punkten honorierten.
Einmal mehr stellen die Pforzheimer mit Vincent Hiemer den besten Sechskämpfer des Wettkampftages, was ihm beim letzten Wettkampf verwehrt blieb, hat er nun geschafft, er konnte die magische 80-Punkte-Grenze genau erreichen, nachdem er im Wettkampf zuvor diese nur um 0,10 Punkte verfehlt hatte.
Somit können die Kunstturner relativ entspannt den Weg zum Ligafinale nach Oberkirch antreten, sie werden wieder alles dafür geben, den Titel erneut in die Goldstadt zu holen.
Es turnten: Timon Dolmetsch, Moritz Ehrhardt, Benjamin Hiemer, Vincent Hiemer, Michael Fath (alle TV Kieselbronn)



