Im Rahmen ihres 50.- jährigen Bestehen haben die Freitagsturner das DRK Kieselbronn zu einem Info-Abend über „Wiederbelebung“ in ihre Turnstunde eingeladen.

Mit großem Interesse verfolgen die Freitagsturner den Ausführungen der DRK-Fachleute

Nahezu alle Freitagsturner sind dem Aufruf zur Teilnahme an diesem Abend gefolgt. Des Weiteren waren ein paar Gäste der Montagsturner anwesend. Christine Klemm führte zusammen mit Niko Penzinger und Tim Bischoff durch den Abend. Bevor es zur praktischen Arbeit ging, gab Christine Klemm Informationen, was als erstes in einem „Ernstfall“ zu tun ist.

  1. Zunächst prüfen, ob die ohnmächtig gewordene Person tatsächlich bewusstlos ist. Die Person laut ansprechen (z.B.: „Hallo, hallo, wie heißen Sie, was ist passiert?“). Sofern die Person reagiert diese sofort in die stabile Seitenlage bringen. Wenn die Person nicht reagiert und sich der Brustkorb nicht bewegt, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Herzstillstand vor.
  2. Nach Feststellen der Bewusstlosigkeit ist es wichtig, schnell Hilfe zu rufen. Den Notruf (112) wählen. Im Gespräch mit der Notrufzentrale sind folgende Fragen wichtig: Wer bin ich. Was ist passiert? Den Unfallort kann die Leitstelle anhand der Handyortung Metergenau feststellen und den Rettungswagen zur Unfallstelle leiten.

3.Nachdem der Notruf abgesetzt wurde, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Die verunfallte Person auf dem Rücken legen. Sich selbst neben der Person auf die Knie setzen. Eine Hand auf die Mitte des Brustkorbes, zwischen die beiden Brustwarzen, und die zweite auf den Handrücken der ersten legen. Mit gestreckten Armen das Brustbein tief (5 bis 6 cm) und schnell (100-mal pro Minute) in Richtung Wirbelsäule drücken. In aller Regel gibt die Leitstelle über das Handy, mit dem der Notruf abgesetzt wurde, den Takt vor. Die Herzdruckmassage so lange fortführen, bis das Rettungsteam die Arbeit übernimmt bzw. der Patient oder die Patientin selbständig atmet.

Eine Mund-zu-Mund-Beatmung muss nicht durchgeführt werden,

Danach zeigten die DRK-Fachleute noch den Umgang mit dem Defibrillator. Nachdem dieser eingeschaltet ist, muss man nur den Anweisungen des Sprachcomputers folgen. Diese sind einfach und gut verständlich. Wichtig ist aber, dass die Druckmassage nur unterbrochen wird, wenn der Sprachcomputer einem dazu auffordert.

Alle Teilnehmer sind fleißig am praktischen Üben des Gelernten

Dann war es endlich so weit, und alle Teilnehmer konnten das soeben Gelernte in die Praxis umsetzen. Mit sehr großem Eifer waren alle an den mitgebrachten 3 Puppen mit einer Herzdruckmassage beschäftigt. Es wurde schnell deutlich, dass 100 mal drücken innerhalb einer Minute auf Dauer sehr anstrengend wird. Auch das Arbeiten mit dem Delfi und das Verbringen einer Person in die stabile Seitenlage wurde von allen Teilnehmern geübt.

Bei dem anschließenden Vesper im Heinlochhaus bedankte sich Wolfgang Mocker für die Freitagsturner und deren Gäste bei den Vertretern des DRK für diesen sehr informativen Abend und überreichte ‚Christine Klemm ein Geldgeschenk für die Arbeit des DRK Kieselbronn. W.M.

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