TVK Bergwanderung 2019 im Verwall

 

Vom 31.8. bis 3.9.2019 fand die diesjährige Bergwanderung des TVK statt. Froh gelaunt und fit wie ein Turnschuh traten am frühen Samstag 10 TVK-ler /innen die Fahrt nach St. Christoph am Arlberg (1790 m) an. Bei sehr sonnigem Wetter ging es am ersten Tag von St. Christoph auf dem Berggeistweg – lt. Wegbeschreibung mittelschwerer Bergweg mit 600 Höhenmeter Aufstieg und 300 Hm Abstieg zur Kaltenberghütte (2089 m), welche nach 4 Stunden Gehzeit, punktgenau mit dem ersten Blitz und Donnerschlag, erreicht wurde.

Nach einer nicht gerade erholsamen Nacht im Matratzenlager mit 20 Personen startete die TVK-ler/innen kurz vor 8 Uhr, bei ebenfalls schönem Bergwetter, in den 2. Tag. Auf dem Reutlinger Weg ging es zunächst 600 Hm steil Bergauf zum Krachenjoch. Ohne Gepäck machten sich auch einige Teilnehmer noch auf zur Krachenspitze (2686 m). Von hier aus hatte man einen lohnenden Rundblick in das Verwall und das gegenüberliegende Lechquellengebirge. Nach einem sehr steilen Abstieg (300 Hm) bis zum Kaltenbergsee ging es nochmal steil bergauf zum Gstansjoch ((2.573 m) und dann 885 Hm abwärts zur Konstanzerhütte (1688). Zwischen den beiden anspruchsvollen Übergängen erschließt der Bergpfad eine Landschaft, die im Alpenvereinsjahrbuch von 1995 als “Patagonien in den Alpen” beschrieben wurde. Für die insgesamt 9,5 km lange Strecke benötigte die Gruppe mit Pausen knapp 8 Stunden. Dies war für den Einen, bzw. die Andere nahe an der Grenze des Machbaren.

Am nächsten Morgen wurde bei bedecktem Himmel kurz vor 8 Uhr die 3. Etappe in Angriff genommen. Zunächst führte der Weg durch das Fasultal. Nach knapp einer halben Stunde führte der Weg dann kräftig bergan, über 1.000 Höhenmeter galt es bis zum Kuchenjöchli zu bewältigen. Eine Wegspur war teilweise nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht man die Hände zum Vorwärtskommen. Leider meinte das Wetter es nicht gut mit der Gruppe. Es begann zu regnen und die Temperatur wurde merklich kälter. Das Joch auf 2.730 m liegt imposant zwischen dem Scheibler mit 2.978 m und der Kuchenspitze mit 3.148 m. Ab dem Kuchenjoch ging es dann auf dem „Apothekerweg“ weiter. Ein kleinerer Teil der Strecke war drahtseilversichert, was für die Gruppe eine richtige Herausforderung war. Die beiden erfahrenen Bergführer Lutz und Steffen brachten die Gruppe aber sicher und souverän durch diese sehr schwierige Passage des Weges. Durch eine Steilstufe ging der Pfad 360 Hm abwärts auf die Reste des Kuchenferners, welchen es noch zu überqueren galt. Weiter unten wanderte man schließlich durch ein Hochtal bis zur Darmstädter Hütte (2384 m). Laut Wegbeschreibung war die rund 6 km lange Strecke in 5 Stunden zu bewältigen. Als Gruppe wurden knapp 7 Stunden benötigt. Pausen gab es Wetterbedingt keine. Zur Belohnung für diesen anstrengenden Tag ließ sich die Gruppe zum Abendessen die Knödelvarianten auf der Darmstädter Hütte schmecken.

Am nächsten Morgen ging es dann, bei wieder bestem Wetter, durch das 11 km lange Moostal 900 Hm bergab bis nach St. Anton am Arlberg. Nach 4 Stunden Wanderung schmeckte das Abschlussessen( 4 Gänge Menü) besonders gut. Mit dem Wanderbus ging es dann noch hinauf nach St. Christoph, zu den geparkten Autos.

Nach einer 3 ½ stündigen Autofahrt war die 10-köpfige Wandergruppe dann wieder um 17.30 Uhr wohlbehalten und mit einer Bergerfahrung reicher in Kieselbronn zurück.

Die gesamte Gruppe bedankt sich noch einmal ganz herzlich bei den beiden Bergführern Lutz und Steffen für die 4 tollen und anstrengende Tage im Verwall.