Ringtennisspieler überaus erfolgreich – Kaja Stöhrer mit Triple in der Jugend 18

 

Bei der 72.Deutschen Meisterschaft im Ringtennis haben die Akteure des TV Kieselbronn den Heimvorteil im Kieselbronner Heinloch zu ihren Gunsten nützen können. Mit 17 Medaillen konnten die heimischen Ringewerfer richtig abräumen. Besonderer Dank gilt Bürgermeister Heiko Faber für die Schirmherrschaft – Katja Mast (MdB), Hans-Ulrich Rülke (MdL) und Stefanie Seemann (MdL) für die Mithilfe bei den jeweiligen Siegerehrungen.

Nicht vergessen werden dürfen natürlich alle Helfer (in Vorder- oder Hintergrund), ohne die die DM nicht zu stemmen gewesen wäre.

 

Mixed:

Im gemischten Doppel der Jugend 18 schafften Kaja Stöhrer/Maurice Binder souverän den Einzug ins Halbfinale. Dort war ihnen Fortuna bei der 24:26-Niederlage leider gegen die späteren deutschen Meister Wirch/Bergholz (Weidenau) nicht hold. Im Spiel um Bronze wurde mit Langner/Keck (Roßdorf) kurzer Prozess gemacht.

In der Alterklasse 40 gingen mit Carina Mezger/Achim Schmied und Ulrike Schmied/Martin Stalp zwei Medaillienkandidaten an den Start. Die Gruppenphase stellte für beide Teams keine Hürde dar. Im Kieselbronner Halbfinale setzten sich Mezger/Schmied durch. Im Finale gegen Boder-Keck/Amon (Rossdorf) waren sie gegen die Hessen letzendlich mit 33:30 im Hintertreffen. Leider hatten auch Schmied/Stalp im Spiel um Platz drei das Nachsehen.

In der Meisterklasse wollten Britt Abrecht/Timo Hufnagel nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr Gold ins Visier nehmen. Bis ins Endspiel lief auch alles nach Plan. In einem knappen und sehenswerten Finale mussten sich die Lokalmatadoren Sauck/Plog (Suderwich) mit 31:33 geschlagen geben.

 

Alternierendes Doppel:

Letztes Jahr noch vom Treppchen entfernt auf Platz 5, gelang Elisa Kolonko/Kaja Stöhrer in der Jugend 18 dieses Jahr der große Wurf. Bis zum Finale gegen Schmidt/Ostojic (Rodenbach) gaben sich die Nachwuchskräfte keine Blöße. Auch die Rheinländerinnen konnten beim 40:31 nur bedingt Paroli bieten und somit ging der erste Titel der DM nach Kieselbronn.

Wenig Fortune hatten Maurice Binder/Kilian Reichel in der Jugend 18, die mit Platz vier knapp an einer Medaille vorbeischrammten.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Till Mezger konnte Timo Hufnagel kurzfristig seinen Bruder Kim als Partner für das alternierende Doppel der Meisterklasse gewinnen. Ohne Ambitionen gestartet, lief in der Gruppe alles nach Plan. Als Gruppensieger wurde das Halbfinale erreicht. Dort unterlag man knapp Weber/Kämpfer (Weidenau), um sich dann in einem Herzschlagfinale Bronze gegen Speicher/Edelmann (Neubiberg) zu sichern.

 

Einzel:

Kaja Stöhrer und Elisa Kolonko dominierten das Geschehen im weiblichen Einzel der Jugend 18. Beide setzten sich jeweils in ihren Gruppen und Halbfinalspielen souverän durch und trafen dann im Endspiel aufeinander. Stöhrer konnte in Halbzeit zwei eine Schwächephase ihrer Vereinskameradin nutzen, um sich entscheidend abzusetzen und sich Gold zu sichern.

Nichts mit der Titelverteidigung wurde es für Maurice Binder, der letztendlich auf Platz 4 landete.

Im Männereinzel der Klasse 50 ließ Rainer Hufnagel einmal mehr der Konkurrenz keine Chance. In der Gruppenphase und im Halbfinale gab es kein Pardon für die Gegner. Selbst Finalkontrahent Carsten Scheller (Hannover) musste mit 39:26 die Überlegenheit deutlich anerkennen.

Knapp klappte es für Wulf Bangert in der Alterklasse Männer 40 nicht mit dem ersehnten ersten Titel. Im Finale gegen Bo Ninzel (Roßdorf) lag der Kieselbronner noch bei Halbzeit mit drei Ringen in Front, konnte diesen Vorsprung leider nicht ins Ziel retten.

Bestens vorbereitet ging Timo Hufnagel ins Einzel der Meisterklasse. Die Gruppenphase und Zwischenrunde wurden souverän absolviert. Im Halbfinale gegen Hendrik Freitag (Groß-Karben) zeigte Hufnagel dem Nachwuchsspieler deutlich die Grenzen auf. Im Finale hieß es dann Bundestrainer gegen Weltmeister, Timo Hufnagel gegen Fabian Ziegler. Eine Partie auf allerhöchstem Niveau entwickelte sich. Sekunden vor Schluss (bei Unentschieden) entschied sich Hufnagel für einen entscheidenden Ring, der sein Ziel knapp verfehlte, anstatt besser in die Verlängerung zu gehen.

 

Klassisches Doppel:

Bei den Mädchen der Schüler 14 konnten Cecile Binder/Chiara Baumann überraschend ins Halbfinale einziehen. Trotz der Niederlage berappelten sich die Beiden und sichteren sich Bronze gegen Breiner/Kädling (Rübenach).

Nach dem Titel im alternierenden Doppel war Gold auch das Ziel für Elisa Kolonko/Kaja Stöhrer im klassischen Doppel der Jugend 18. Ohne größere Kraftakte in Gruppen- oder Halbfinale gelang der Einzug ins Finale gegen Wehrwein/Keck (Roßdorf). Nur bis zur Halbzeit konnten die Hessinnen dem druckvollen Spiel der Kieselbronnerinnen Widerstand leisten, was den dritten Titel für Kaja Stöhrer bedeutete.

Auch im klassischen Doppel mussten sich Maurice Binder/Kilian Reichel leider mit Platz vier begnügen

In der Meisterklasse konnte Timo Hufnagel mit Ersatzpartner Stefan Schückle überraschend ins Halbfinale einziehen. Nach der 2-Punkte Niederlage war auch im Spiel um Platz drei das Glück bei der 1-Punkt Niederlage nicht gerade auf der Seite der Kieselbronner.

Im Männerdoppel 30 schaffte das Vater-Sohn-Duo Rainer/Kim Hufnagel den Einzug ins Finale. Gegen Amon/Höfelmayr war das Pulver jedoch bereits verschossen und sie mussten sich mit Silber zufrieden geben.

Im Frauendoppel der Altersklasse 40 waren Ulrike Schmied/Carina Mezger einmal mehr das Maß aller Dinge. Deutlich verwiesen sie Kanera/Wiß (Rübenach) auf Platz zwei. Überraschend erkämpften sich Petra Stöhrer/Andrea Kolonko Platz drei

Den Erfolgen der Frauen wollten die Kieselbronner Männer 40 Doppel nicht nachstehen. Im Finale mussten sich Martin Stalp/Achim Schmied leider mit 31:34 Weber/Storm (Weidenau) geschlagen geben. Wulf Bangert/Tobias Mezger besiegten im kleinen Finale Bo Nitzel/Marcus Stegert (Roßdorf). Ingomar Kolonko/Rene Binder wurden Achter.

 

Nach den Anstrengungen erholte sich der Großteil der Ringtennisabteilung wohlverdient eine Woche später übers Wochenennde beim Wandern und Sportreiben in Bad Wildbad von den Strapazen der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft, um sich für neue sportliche Taten in der Regionalligarunde im Winter zu wapnen.